CDU Ortsverband Lingen-Bramsche
Ortsverband Bramsche

Verdienstmedaille

Hermann Pieper ausgezeichnet

Im Rahmen einer kleinen Feierstunde im historischen Rathaus wurde unserem langjährigen Parteimitglied Hermann Pieper vom Oberbürgermeister der Stadt Lingen, Herrn Dieter Krone,
die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland überreicht.
Der CDU Ortsverband Lingen - Bramsche gratuliert Hermann Pieper
ganz herzlich zu dieser hohen Auszeichnung, die ihm von unserem Bundespräsidenten Christian Wulff verliehen worden ist. 





















Nachfolgend die Rede unseres Oberbürgermeisters zur Verleihung der Verdienstmedaille. 
                                                                         

Verleihung der Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland am 16. Juni im historischen Rathaus.
 
Sehr geehrter Herr Pieper, sehr geehrte Familie Pieper,
sehr geehrter Herr Holterhues, sehr geehrte Mitglieder des Ortsrates Bramsche,
sehr geehrte Gäste, meine sehr verehrten Damen und Herren,
 
„Frage nicht, was dein Land für dich tun kann, sondern was du für dein Land
tun kannst“.
Vielen von Ihnen wird diese zentrale Passage aus der Antrittsrede des amerikanischen Präsidenten John F. Kennedy bekannt sein. Als Redewendung hat sich dieses Zitat mittlerweile fest in unseren Sprachgebrauch verankert.
Doch wer nimmt die Aussage Kennedys beim Wort und fragt tatsächlich, was er für das Gemeinwesen, in dem er lebt, was er für die Gesellschaft, für andere tun kann?
Zu den Menschen, die so fragen und vor allem auch danach handeln, gehören Sie, sehr geehrter Herr Pieper.
Seit nunmehr über 50 Jahren engagieren Sie sich ehrenamtlich in den verschiedensten Bereichen – von der Feuerwehr über die Kirchengemeinde bis hin zu humanitären Einsätzen im Ausland. Ihr unermüdliches Engagement für das Wohl der Allgemeinheit stand dabei stets im Mittelpunkt Ihres Denkens und Handelns – heute jedoch stehen Sie, lieber Herr Pieper, im Mittelpunkt. Denn jetzt schlägt die Stunde des Danks und der Anerkennung.
Heute darf ich Ihnen die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland überreichen, die Ihnen Bundespräsident Christian Wulff verliehen hat. Ich gratuliere Ihnen ganz herzlich zu dieser hohen Auszeichnung, auch im Namen des Stadtrates und der Verwaltung der Stadt Lingen.
Wir freuen uns mit Ihnen über diese Anerkennung Ihres langjährigen Wirkens, die Sie wahrlich verdient haben. Die Verleihung der Verdienstmedaille setzt ein Zeichen – ein Zeichen dafür, wie sehr unser Land die Leistungen und das Engagement seiner Bürgerinnen und Bürger zu schätzen weiß. Denn wir brauchen Menschen, die die Initiative ergreifen und neuen Ideen Bahn brechen; wir brauchen Menschen, die sehen, was Not tut, und dann selber aktiv werden; wir brauchen Menschen, denen das Schicksal ihrer Mitmenschen nicht gleichgültig ist und die sich für andere einsetzen. Wir brauchen Menschen wie Sie, verehrter Herr Pieper.
Bereits im Alter von 17 Jahren haben Sie die Initiative ergriffen. Sie sind selbst aktiv geworden und der freiwilligen Feuerwehr Bramsche beigetreten. Sowohl als späterer Ortsbrandmeister als auch als stellvertretender Stadtbrandmeister Lingens waren Sie über Jahrzehnte hinweg unentwegt und selbstlos im Einsatz. Retten, löschen, bergen, schützen: Das waren nicht einfach bloße Schlagworte für Sie, sondern vielmehr eine Lebensaufgabe.
Darüber hinaus haben Sie als einer der Ersten erkannt, wie immens wichtig die Förderung des Nachwuchses ist und waren maßgeblich an der Gründung einer der ersten Jugendfeuerwehren im Landkreis Emsland beteiligt.
Ihr ehrenamtliches Engagement beschränkt sich jedoch nicht nur auf Ihre Tätigkeit in der freiwilligen Feuerwehr, sondern geht weit darüber hinaus.      Ein Blick auf die zahlreichen weiteren ehrenamtlichen Ämter, die Sie in den vergangenen 50 Jahren bekleidet haben, spiegelt die Vielfalt Ihrer Interessen eindrucksvoll wider;
-         Mitglied des Kirchenvorstandes der Sankt Gertrudis Kirchengemeinde Lingen-Bramsche
-         Mitglied des Ortsrates Bramsche
-         Stellvertretender Ortsbürgermeister von Bramsche
-         Beisitzer im Vorstand der Innung der Land- und Baumaschinentechnik Lingen
Feuerwehr, Kirche, Kommunalpolitik – Sie, lieber Herr Pieper, sind ein bemerkenswertes Beispiel dafür, wie mannigfaltig sich Engagement äußern kann und auf wie vielen Gebieten man sich hervortun kann.
Besonders hervorheben möchte ich in diesem Zusammenhang Ihr Engagement für die „humanitären Einsätze im Ausland“ des Deutschen Roten Kreuzes.
Im Vorfeld dieser Einsätze haben Sie nicht nur die Sammlung von gebrauchter Kleidung für eine ukrainische Kleiderkammer, von Sicherheitskleidung für Feuerwehren in der Ukraine sowie von weiteren Hilfsgütern organisiert. Sie haben die Kleidung sogar in Ihrem eigenen Haus deponiert, aufbereitet, eigenhändig in unzählige Kartons verpackt und für den Transport vorbereitet. Bis heute haben Sie an insgesamt zwölf Einsätzen teilgenommen und die Hilfsgütertransporte persönlich begleitet. Ihnen war es nicht egal, ob die Hilfe die Bedürftigen auch tatsächlich erreicht – davon haben Sie sich lieber selbst vor Ort überzeugt.
Bewiesene Mitmenschlichkeit und bewiesener Gemeinsinn, wie von Ihnen Herr Pieper, geben jeder Gesellschaft Halt und Stabilität. Sie sind ein solides Fundament, auf dem wir bauen können; sie stärken die Bindekräfte, ohne die keine Gesellschaft existieren kann.   Kurz gesagt: Bürgerschaftliches Engagement macht unsere Gesellschaft wärmer und lebenswerter.
Und Menschen wie Sie, lieber Herr Pieper, zeigen uns durch ihr Wirken, dass unsere Gesellschaft gar nicht so kalt und egoistisch ist, wie ihr manchmal nachgesagt wird. Sie zeigen, dass Werte Bestand haben und viele Menschen sich von ihrem Bürgersinn leiten lassen. Die viel beschworene Zivilgesellschaft, sie existiert und bekommt mit Menschen wie Ihnen ein Gesicht. Denn Zivilgesellschaft bedeutet genau dies: dass die Bürgerinnen und Bürger Verantwortung tragen und ihre Angelegenheiten in die eigenen Hände nehmen, dass sie handeln, um anderen zu helfen oder Entwicklungen voranzutreiben, dass sie eine Kultur des Miteinander entwickeln.
Von daher ist es nicht nur recht und billig, sondern auch höchst bedeutsam, Menschen auszuzeichnen, die im Sinne der Gemeinschaft wirken – denn wir brauchen solche Menschen.
Deshalb freue ich mich, Ihnen, sehr geehrter Herr Pieper, heute für Ihr Engagement danken zu können. Ich kann nur hoffen, dass Sie noch lange in unserer Stadt und auch weiterhin im Ausland wirken werden, und darf Sie nun zu mir bitten, um Ihnen Ihre Verdienstmedaille zu überreichen.